Es fühlt sich seltsam an, diesen Satz zu schreiben, aber er stimmt. Der Begriff „Influencer“ hat sich für mich nie richtig angefühlt – zu oberflächlich, zu überstrapaziert. Ich habe mich nie so gesehen. Ich habe Gedanken geteilt, gebloggt, hinterfragt.
Die letzten 10 Jahre waren eine spannende Reise. Ich habe das Social-Media-Spiel mitgespielt: Events, Selfies, Netzwerken. Ich war mittendrin. Ich habe viele gute Menschen getroffen und wertvolle Erfahrungen gemacht. Gleichzeitig gab es die andere Seite: Oberflächlichkeit und der Druck, sich über Zahlen und Likes zu definieren. Daher schrieb ich schon vor Jahren:
„Bewertet Blogger niemals nach Reichweite, Anzahl der Fans und wie viele Follower sie haben. Beurteile Blogger immer nach der Qualität ihrer Arbeit!“
Mac Josetty
CEO, BURGTURM
Mich hat es immer gestört, dass zuerst nach Zahlen gefragt wird und nicht nach dem Blog. »Wie viel Reichweite hast du?« Meine Antwort darauf:
»Wenn ich die Arme ausstrecke, sind es etwa 2,20 Meter!«
Dieser Abschnitt ist vorbei. Ich bereue nichts, aber ich lasse ihn hinter mir.
Mein Fokus liegt nicht mehr auf Zahlen oder Selbstinszenierung.
BURGTURM ist ein ruhiger Ort geworden. Raum für Kunst, Kultur und Reflexion.
Ich schreibe meine Texte selbst, mache meine Fotos selbst und lege Wert auf echten Austausch. Das war nie anders.
Der Zwang, sichtbar und relevant zu bleiben, ist weg.
Die Pandemie, die Zwangspause und persönliche Verluste 2020 haben mich innehalten lassen. Seitdem ist klarer, was ich nicht mehr will.
Zahlen sind kein Maßstab. Likes machen nichts besser.
Ob 100 oder 1000 Leser spielt keine Rolle. Wertschätzung und Austausch schon.
Ich definiere mich nicht mehr über Reichweite. Es wurde mir zu unpersönlich, zu beliebig.
Im Mittelpunkt stehen Austausch, Inspiration und das, was mir wichtig ist.
Der BURGTURM ist und bleibt ein Kunst- und Kulturprojekt.
Foto: Mac Josetty

