Moonlighter 2: The Endless Vault mischt Dungeon-Crawling, Rogue-lite und Ladenmanagement. Das klingt erst einmal etwas seltsam, funktioniert aber erstaunlich sauber.
Will und die Bewohner von Rynoka werden von Moloch, einer interdimensionalen Gestalt, aus ihrer Heimat gerissen und landen im Dorf Tresna. Viel Besitz bleibt nicht. Also beginnt Will wieder mit dem, was das Spiel trägt: tagsüber Laden, nachts Dungeon.
Nachts geht es in den Endless Vault. Räume, Gegner und Beute verändern sich bei jedem neuen Versuch. Scheitert Will, wacht er im Dorf wieder auf. Die meiste Beute ist dann weg. Das ist nicht besonders sanft, aber auch nicht frustrierend hart. Man nimmt etwas Erfahrung mit, verbessert Ausrüstung und versucht es erneut.
Der Laden ist der ruhigere Gegenpol dazu. Zurückgebrachte Relikte werden ausgelegt, Preise festgelegt und an Kunden verkauft. Mit dem Gold kauft man bessere Waffen, Rüstungen und baut Tresna weiter aus. Dadurch entsteht ein guter Kreislauf: rausgehen, riskieren, verkaufen, verbessern, wieder rausgehen.
Die Comic-Grafik ist freundlich und charmant. Persönlich ist sie nicht ganz mein Stil, aber sie passt zum Spiel. Man merkt schnell, dass hinter der freundlichen Oberfläche mehr steckt als ein kleines Nebenbei-Spiel. Die Kämpfe verlangen Aufmerksamkeit, der Rucksack will sinnvoll gepackt werden, und falsche Entscheidungen kosten Beute.
Auf dem Steam Deck spielt sich Moonlighter 2 gut. Gerade für kurze Runden zwischendurch passt der Aufbau sehr ordentlich. Kein Spiel, das mich wegen seiner Optik sofort abholt, aber eines, dessen Mischung erstaunlich gut greift.
Der Steam-Key wurde mir zur Verfügung gestellt. Auf meine Einschätzung hat das keinen Einfluss.

