Ein Blog ist langsamer als ein Feed

Ein Blog ist langsamer als ein Feed

Manchmal merkt man an kleinen Formulierungen, wie sehr sich die Wahrnehmung von Blogs verändert hat. Wenn heute von Bloggern gesprochen wird, sind oft auch Instagram-Accounts, TikTok-Kanäle, YouTube-Formate oder Twitter-Profile gemeint.

Das ist verständlich. Viele Inhalte entstehen heute dort. Bücher werden auf Instagram gezeigt, Spiele auf YouTube besprochen, Gedanken in kurzen Posts geteilt. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Trotzdem ist ein Blog etwas anderes.

Ein Blog hat eine eigene Adresse. Es hat ein Archiv, eine Suche, Kategorien, alte Texte und Querverbindungen. Ein Beitrag verschwindet nicht sofort im nächsten Feed, sondern bleibt auffindbar. Man kann ihn verlinken, später wieder lesen oder aus einem anderen Artikel heraus darauf zurückkommen.

Burgturm funktioniert genau so. Langsamer, stiller, weniger auf den schnellen Moment gebaut. Hier stehen Bücher, Comics, Graphic Novels, Games, Schreibwerkzeuge und digitale Kultur nebeneinander. Reisen und Orte haben mit Waldlandmeer inzwischen eine eigene Seite bekommen. Auch dort geht es nicht um schnelle Kulissen, sondern um Eindrücke, Wege und Orte, die bleiben.

Social Media kann begleiten. Burgturm gibt es auch auf Instagram, dort eher als Hinweis, Bildspur und kleiner Blick auf neue Beiträge. Der eigentliche Ort bleibt aber diese Website. Mit ihren Texten, alten Beiträgen und Verbindungen zwischen Themen, die nicht immer in einen Feed passen.

Ein Blog muss nicht lauter sein als Social Media. Es muss auch nicht schneller sein. Es hat eine andere Aufgabe. Es sammelt, ordnet, bewahrt und bleibt auffindbar, wenn der nächste Post längst weitergezogen ist.

Für mich ist dieser Unterschied wichtig. Burgturm ist keine Erweiterung eines Social-Media-Accounts. Burgturm ist der Ort selbst.


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