Manche Dinge kauft man nicht ohne Grund. Man nimmt sie in die Hand und merkt sofort, dass sie perfekt in den eigenen Alltag passen.
So ging es mir mit diesem Leder-Organizer.
Was mir daran gefällt, ist weniger das System selbst, sondern vielmehr die Art, wie er benutzt wird. Das Leder bleibt nicht makellos. Es bekommt Kratzer, wird weicher und seine Oberfläche verändert sich mit der Zeit. Dadurch wirkt er nicht neuer, sondern persönlicher.
Der Aufbau ist schlicht gehalten. Notizhefte, Kalender und Einleger werden von Gummibändern zusammengehalten. Es gibt kein kompliziertes Prinzip, das man erst verstehen muss. Man klappt ihn auf, schreibt etwas hinein und benutzt ihn weiter.
Genau das macht ihn für mich interessant.
Ich mag Dinge, die im Alltag funktionieren, ohne ständig Aufmerksamkeit zu verlangen. Ein Organizer muss mich nicht produktiver machen oder besonders modern wirken. Er soll Gedanken festhalten, lose Zettel aufnehmen und dabei unkompliziert bleiben.
Mit der Zeit entsteht dadurch etwas Eigenes. Seiten füllen sich, Ecken werden benutzt und manche Notizen bleiben länger zwischen den Einlagen liegen als geplant.
Auch das modulare Prinzip gefällt mir bis heute. Kalender, Notizhefte oder andere Einlagen lassen sich austauschen, ohne dass der Organizer selbst verändert wird. Dadurch bleibt er im Gebrauch und passt sich eher dem Alltag an als umgekehrt.
Meine Variante ist aus Vintage-Leder. Gerade dort gefallen mir die Gebrauchsspuren mit der Zeit immer besser. Leder wirkt oft erst dann richtig interessant, wenn man sieht, dass es benutzt wurde.
Und genau deshalb liegt der Organizer nicht im Regal, sondern weiterhin auf dem Schreibtisch.

