The Alters auf der Xbox Series X

The Alters auf der Xbox Series X

Bei The Alters war es vor allem die Idee, die mich interessiert hat. Jan Dolski strandet als einziger Überlebender auf einem fremden Planeten. Seine mobile Basis muss wieder in Bewegung kommen, bevor die Sonne alles vernichtet. Allein kann er die Station allerdings nicht betreiben.

Mit Rapidium erschafft Jan deshalb andere Versionen seiner selbst. Keine einfachen Kopien, sondern Varianten, deren Leben an entscheidenden Stellen anders verlaufen ist. Einer wurde Techniker, ein anderer Wissenschaftler oder Bergarbeiter. Jeder bringt eigene Fähigkeiten mit, aber auch Erinnerungen, Enttäuschungen und Vorstellungen davon, wie sein Leben hätte aussehen sollen.

Das ist die eigentliche Stärke des Spiels. Die Alters sind nicht nur Personal für die Basis. Sie stellen Jan infrage, streiten mit ihm und wollen nicht bloß als Werkzeug behandelt werden. Dadurch wird aus dem Basenbau schnell mehr als das Verteilen von Aufgaben.

In der Station werden Räume gebaut, Vorräte hergestellt und Rohstoffe verarbeitet. Draußen erkundet Jan den Planeten, erschließt Vorkommen und errichtet die nötige Infrastruktur. Der Wechsel zwischen Basis und Außenwelt funktioniert gut und auch die Steuerung auf der Xbox Series X macht keine größeren Probleme.

Mit der Zeit wiederholen sich die Abläufe allerdings deutlich. Rausgehen, Rohstoffe sammeln, Geräte aufstellen, zurück zur Basis und dort das nächste Problem lösen. Das passt zur Situation, wird aber stellenweise etwas zäh. Auch nicht jeder Dialog ist gleich gut geschrieben.

Trotzdem habe ich weitergespielt, weil ich wissen wollte, was aus den verschiedenen Jans wird. The Alters ist für mich kein Meisterwerk, dafür wiederholen sich einige Mechaniken zu oft. Die Idee trägt das Spiel aber erstaunlich weit. Vor allem die Frage, was aus einem Menschen geworden wäre, hätte er sich an einer Stelle anders entschieden, bleibt hängen.

Inzwischen gibt es mit Last Variable bereits eine Erweiterung. Ganz abgeschlossen scheint das Thema also noch nicht zu sein.

Der Xbox-Key wurde mir zur Verfügung gestellt. Auf meine Einschätzung hat das keinen Einfluss. Bildquelle: Pressematerial.


Artikel Navigation