Nachdem ich Kanso nun seit einiger Zeit nutze und noch einmal tiefer eingetaucht bin, hat sich ein ziemlich klares Gefühl eingestellt: Das passt.
Nicht sofort und nicht ohne Einarbeitung. Man muss sich damit beschäftigen, Dinge verstehen, anpassen. Aber genau darin liegt auch ein Teil des Reizes. Kanso ist schlank, reduziert und wirkt dabei wie ein Gegenentwurf zu vielem, was das Web heute oft ist. Irgendwo zwischen „Back to the roots“ und moderner Technik entsteht etwas, das sich für mich wie eine Form von „Slow Web“ anfühlt.
Ich setze es inzwischen auf BURGTURM ein – einem Ort für Gedanken über Bücher, Comics, Games und digitale Entwicklungen. Also genau die Art von Inhalten, die nicht für den schnellen Konsum gedacht sind, sondern eher für das langsame Lesen, für das Verweilen.
Warum Kanso für BURGTURM funktioniert
Kanso passt nicht nur technisch, sondern vor allem konzeptionell sehr gut zu dem, was BURGTURM sein will.
Die Reduktion auf Inhalte ist dabei zentral. Das Theme ist bewusst minimalistisch gehalten. Keine visuelle Überladung, keine unnötigen Elemente. Texte stehen im Vordergrund. Gedanken bekommen Raum. Genau darum geht es hier.
Dazu kommt dieser „Slow Web“-Ansatz. Kanso wirkt ruhig, fast zurückgenommen. Es drängt sich nicht auf. Und gerade das macht es geeignet für längere Texte über Bücher, Comics oder digitale Kultur, die nicht im schnellen Scrollen untergehen sollen.
Auch die technische Seite spielt mit hinein. Weniger Ballast bedeutet schnellere Ladezeiten, weniger Reibung, eine insgesamt angenehmere Nutzung. Für ein Projekt, das sich zwischen analogem Denken und digitaler Form bewegt, ist das mehr als nur ein Detail.
Gleichzeitig lässt sich Kanso gut anpassen. Es ist keine starre Vorlage, sondern eher eine Grundlage. Durch gezielten Umbau entsteht etwas Eigenes. BURGTURM braucht keine klassische Blog-Optik, sondern eine Form, die den Inhalten entspricht. Genau das lässt sich hier entwickeln.
Interessant ist auch die Ästhetik. Dieses Zusammenspiel aus Reduktion und moderner Technik spiegelt ziemlich genau das wider, womit sich BURGTURM inhaltlich beschäftigt: Medienwandel, Übergänge zwischen analog und digital, alte und neue Formen des Erzählens.
Und vielleicht am wichtigsten: der Fokus. Keine überladenen Interfaces, keine aggressive Nutzerführung. Der Blick bleibt beim Text. Beim Inhalt. Das verändert auch die Art, wie gelesen wird.
Unterm Strich
Kanso ist für mich weniger ein Theme als eine Haltung zum Web. Eine, die nicht auf maximale Aufmerksamkeit abzielt, sondern auf Klarheit und Konzentration.
Und genau deshalb passt es so gut zu BURGTURM.
Hinter Kanso steht Rich Tabor, ein multidisziplinärer Entwickler und Gestalter an der Schnittstelle von Produkt, Design und Technik, mit starkem Fokus auf WordPress.
Der Name selbst ist dabei nicht zufällig gewählt. „Kanso“ stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie Einfachheit oder Klarheit. Gemeint ist eine minimalistische Ästhetik, die sich auf das Wesentliche konzentriert und Überflüssiges bewusst weglässt.
Genau diese Idee spiegelt sich im Theme wider – nicht nur im Design, sondern auch im Schreiben, Veröffentlichen und Lesen. Es geht weniger um reine Einfachheit als um bewusste Entscheidungen. Nicht weniger um jeden Preis, sondern genau so viel wie nötig.
Und vielleicht ist es genau dieser Unterschied, der Kanso interessant macht: Nicht Simplifizierung, sondern Intentionalität.

