Thomas R. P. Mielke - »Von Menschen gejagt«

Thomas R. P. Mielke »Von Menschen gejagt«

Ein Science-Fiction-Roman von Thomas R. P. Mielke

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1970 erschien der Roman »Von Menschen gejagt« von meinem Vater Thomas R. P. Mielke im Zauberkreis Verlag als Erstdruck mit der Nummer102.

Heute, 51 Jahre später, schaue ich zum ersten Mal in diesen Heftroman rein. Und es ist natürlich aus heutiger Sicht leichte Kost in Sachen Science-Fiction.

Aber es ist ein guter Schmöker, der die Science-Fiction von 1970 so fährt, wie sie damals gedacht war. Es waren die Ideen der Zukunft, die uns heute in Teilen längst eingeholt hat. Diese Zeit war eine eben andere.

Aber es ist nicht minder faszinierend zu ergründen, wie die Autoren damals tickten, wie visionär sie waren.

Dennoch finde ich es gerade jetzt nach seinem Tod umso interessanter zu erforschen, was er damals schrieb. Und ganz ehrlich: Unabhängig davon, dass es von meinem Vater ist und ich das naturgemäß etwas voreingenommen bin, ich habe schon wesentlich Schlechteres gelesen. Und so schlecht ist das nicht, was da vor mir liegt.

Und wenn man bedenkt, dass dieser Roman sogar später 1992 in Reader’s Digest »Das Beste« gebunden und als Hardcover in der Sammlung »Unterwegs in die Welt von morgen« erneut erschien, dann ist er vielleicht doch etwas besser als vermutet.

»Das Marsmädchen passierte die elektronischen Kontrollen der Zentrale. Sie kannte den langweiligen Häuserblock mit der altmodischen Verkleidung aus roten Ziegelsteinen.

Sie wußte, daß sich hinter diesen Steinen meterdicke, molekularverdichtete Kunststoffmauern befanden. Der einzige Eingang führte an zwei Robotkontrollen vorbei. Sie zeigte ihre Sondergenehmigung.

Hinter den Kontrollen öffnete sich ein drei Meter hoher Gang mit spiralförmigen Farbstreifen. Der Gang war kreisrund, und nur am Fußboden hatte er einen Steg aus Metallplatten. Rechts und links von den Platten waren Leuchtstreifen angebracht. Sie warfen lange, gekrümmte Schatten des Mädchens gegen die bunten Tunnelwände.

Am Ende lag eine glatte, fugenlose Tür. Roslyn Pascal wartete, bis der Röntgenlaser die Leibesvisitation abgeschlossen hatte. Die Tür versank im Boden.«

Das wird sicher nicht der letzte kurze Einblick in seine Werke sein.

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