Bei Geschichte bleibe ich oft an den Dingen hängen, die in vielen Büchern nur am Rand vorkommen. Wie haben die Leute tatsächlich gelebt, was haben sie gegessen und getrunken, wie haben sie sich gekleidet, was galt als schön oder gepflegt und was passierte, wenn man krank wurde? Bei Antike unzensiert geht es genau um solche Fragen. Warum trugen Griechen und Römer keine Hosen? Wie viel Wein wurde wirklich getrunken? Wie sah es mit Verhütung aus und wie gefährlich war eine Operation?
Garrett Ryan schreibt über Kleidung, Essen, Körperpflege, Sport, Glauben und Politik, aber auch über Bärte, Frisuren und andere Dinge, über die man sich bei der Antike normalerweise kaum Gedanken macht. Dadurch werden aus „den Römern“ oder „den Griechen“ ziemlich schnell Menschen mit ganz normalen Fragen zu Kleidung, Essen, Gesundheit oder Aussehen.
Gut gefällt mir, dass Ryan das nicht trocken erzählt. Vieles ist so beschrieben, dass man sich das Leben damals recht gut vorstellen kann. Und bei manchen Stellen habe ich tatsächlich gedacht: War das wirklich so?
Bisher habe ich nur darin herumgelesen und bin schon an mehreren Themen hängen geblieben. Ich werde also noch eine Weile darin weiterstöbern.




