BURGTURM

Pelikano Füller und Erinnerung

Pelikano mein erster Füller

Dieser Pelikano ist alt. Er dürfte aus den späten 1970ern oder frühen 1980ern stammen, soweit ich mich erinnere.

Damals war die Auswahl überschaubar. Geha, Pelikan, ein, zwei andere Marken. Schulfüller waren Werkzeuge, keine Designobjekte. Man hatte einen, und der musste funktionieren.

Ich mag Stifte. Und ich mag es, in alten Schubladen danach zu suchen. Dinge wiederzufinden, die man lange nicht in der Hand hatte. Manchmal taucht dabei etwas auf, das mehr ist als nur ein Gegenstand.

Der Pelikano gehört dazu.

Er ist kein besonderer Füller. Einfach gebaut, gemacht für den Alltag. Und trotzdem bleibt er hängen, weil er für eine Zeit steht, in der Schreiben noch etwas anderes war.

Damit kommen Erinnerungen zurück. Schönschrifthefte, Tintenkleckse, erste Versuche, sauber zu schreiben. Und auch die kleinen Eigenheiten der Schule.

Ich war und bin Linkshänder. Das war nicht immer selbstverständlich. Es gab Lehrer, die das irritiert hat. Nicht böse gemeint, eher ungewohnt.

Meine Eltern haben erzählt, dass Linkshänder früher umgewöhnt wurden. Schreiben mit rechts, egal wie. Heute wirkt das absurd.

Der Pelikano ist nur ein Stift. Aber er trägt diese Zeit mit.

Das ist der Grund, warum man ihn aufhebt.