Erster Eindruck.
Ich habe mir vor ein paar Tagen „Magnus Knut Hansen. Ein Mann. Ein Mythos. Ein Moin.“ von Mikkel Robrahn zugelegt. Gelesen habe ich noch keine einzige Seite. Trotzdem möchte ich das Buch schon jetzt vorstellen. Nicht wegen seiner Geschichte, sondern wegen seiner Aufmachung.
Denn Bücher können auch einfach schön gestaltet sein. Und dieses hier ist für mich ein gutes Beispiel dafür.
Schon das farbenfrohe Cover gefällt mir. Ein bärtiger Mann in gelber Regenjacke, eine Möwe, aufgewühltes Meer und ein ziemlich entschlossener Gesichtsausdruck. Die Illustration hat etwas von einem Comic, ohne dabei überladen zu wirken. Dazu kommt eine auffällige, zum Motiv passende Typografie.
Besonders schön finde ich allerdings den gestalteten Buchschnitt. Statt der üblichen weißen Seitenkanten gibt es eine kleine maritime Landkarte zu entdecken. Mit Kompassrose, Leuchtturm, Häusern und Küstenlinien. Das Motiv passt wunderbar zur Illustration auf dem Umschlag.
Genau solche Details machen für mich den Reiz gedruckter Bücher aus. Man nimmt sie in die Hand, dreht sie um, betrachtet den Einband und entdeckt manchmal Dinge, die auf einem Produktfoto kaum zur Geltung kommen.

Ich lese auch digital und schätze die Vorteile eines E-Readers durchaus. Aber ein schön gestaltetes Buch ist eben mehr als sein Text. Es ist auch ein Gegenstand, den man gerne besitzt, ins Regal stellt und immer wieder zur Hand nimmt. Dabei muss eine besondere Gestaltung nicht einmal aufwendig sein. Manchmal reichen schon ein paar gut durchdachte Einzelheiten.
Und worum geht es eigentlich?
Magnus Knut Hansen ist Deichgraf von Dagebüll und möchte eigentlich nur seine Ruhe haben. Als jedoch sein Schaf Dörte von zwei Gestalten in eine fremde Welt entführt wird, macht er sich auf, um es zurückzuholen. Dort erwarten ihn Ritter, Raufbolde, fantastische Wesen, eine ausgesprochen gesprächige Möwe und eine Prinzessin, die ein Auge auf ihn geworfen hat.
Das klingt nach einer ziemlich eigenwilligen Mischung aus norddeutschem Humor und Fantasy. Ob mir die Geschichte ebenso gut gefällt wie die Gestaltung, kann ich allerdings erst nach dem Lesen sagen.
Bis dahin muss Magnus noch etwas warten. Mein Stapel ungelesener Bücher, gerne auch als „Pile of Shame“ bezeichnet, ist ohnehin schon groß genug. Wenn der wieder ein wenig kleiner geworden ist, werde ich mich auch Magnus, Dörte und ihrem Abenteuer widmen.
Die Aufmachung hat mich jedenfalls schon einmal überzeugt.




