Was Mann spielt: Cities Skylines – Die bessere Städtebausimulation!

Als Sim City Städtebauer der ersten Stunde (das war irgendwann 1989) habe ich die Entwicklung bzw. Verschlimmbesserung von Sim City am eigenem Leib bzw. auf dem eigenen PC erfahren.

Inhalt des Spiels ist die Simulation einer Stadt und deren Entwicklung unter Einbeziehung verschiedener Faktoren wie Kriminalität, Umwelt, Verkehrsfluss und Bildung. Auf einer anfänglich unbebauten Landschaft kann vom Spieler Infrastruktur wie etwa Strom- und Wasserversorgung, Straßen und Schienen gebaut werden. Außerdem kann er Wohn-, Industrie- und Gewerbegebiete zur Bebauung ausweisen. Spezialgebäude wie Häfen, Parks, Schulen, Polizei- und Feuerwachen beeinflussen verschiedene Parameter in ihrer Umgebung (ein Polizeirevier führt zu geringerer Kriminalität, was die Attraktivität und den Landwert der Grundstücke in der Umgebung erhöht), die sich auf die ausgewiesenen Baugebiete und deren Bebauung auswirken.

Soweit die Beschreibung zu Sim City.

Eine kurze Erleichterung verschaffte zwar zwischendurch das gute alte Transport Tycoon, welches übrigens heute noch von einer Fangemeinde als Open Source Projekt OpenTTD weiterentwickelt wird.

Aber immer wieder zog es mich zu Sim City zurück. Bis hin zum letztem Teil, mit Onlinezwang, Regionsbegrenzung und anderen Beschränkungen. Und irgendwie wurde man nie richtig warm damit. Zum Schluss (im März 2015) wurde auch noch Maxis von Electronic Arts gekillt. Eine Ärä ging zu ende.

Doch ein kleines feines Team aus Finnland namens Colossal Order und der Publisher Paradox Games hob Cities: Skylines aus der Taufe und brachte gestern das gleichnamiges Spiel ans Tageslicht.

Ein toller Schachzug und irgendwie auch ein Schlag ins Gesicht von EA. Respekt!

Wow! Alles, fast alles ist so viel besser in Cities: Skylines!

Das fängt beim Preis an, lächerliche 30 Euro für die Standard Edition. Bitte Leute kauft es! Macht keine Raubkopien. Seid fair. Es lohnt sich und ihr unterstützt damit eines der besten Simulationsspiele.

Man kann Cities: Skylines offline spielen, man kann nach Herzenslust editieren, den Verkehr regeln etc. pp.

Die Sims äh „Cims“ (so heißen die Einwohnen in Cities: Skylines) funktionieren und haben ein Leben, Tagesablauf und können bzw. werden sterben. Mehr Simulation geht nicht.

Klar, äußerlich sieht Cities: Skylines wie ein Sim City Klon aus. Aber unter der Haube ist so vieles so gut, dass es hier den Rahmen sprengen würde, alles aufzuzählen.

P.S. Millionenstädte und riesige Areale sind natürlich im Gegensatz zu Sim City machbar.

Das einzige was vielleicht noch fehlt ist ein Tag- und Nacht-Modus. Aber Dank Steam, der Community und der Möglichkeit des Moddings ist das auch nur eine Frage der Zeit.

Nachtrag: Mittlerweile gibt es das sehr gut gelungene Add-on After Dark. Mit tollen Tag- und Nacht Wechsel und einige Extras. Auch das Add-on Snowfall, mit Schnee und erneuten Extras, kann mich begeistern.

Erfreulich ist auch die Tatsache, dass das Spiel sehr flott läuft – mit der nötigen Hardware (hier bei mir sind es 8GB Ram, 8 Kern AMD CPU und einer 2 GB GeForce 760 Grafikkarte). Es hat kaum nennenswerte Bugs und ist bisher nach ca. 10 Stunden daddeln nicht abgestürzt.

Wer also Wert auf eine wirklich gute, ach was sage ich, die momentan beste Städtebausimulation legt, sollte sich Cities: Skylines unbedingt zulegen.

In diesem Sinne: Tschüss Sim City! Es war schön mit dir. Zumindest mit den ersten 3 Teilen. Und nun muss ich Cities: Skylines meiner Pflicht als Städtebauer und Bürgermeister nachkommen.