THE LONG DARK – Ein guter Tag zum Sterben

Seit einigen Wochen fesselt mich das Survival-Spiel THE LONG DARK an das Notebook.

Der Grafikstil ist sehr eigen, erinnert manchmal an die guten alten PC-RPGs, ist aber wie ich finde, großartig.

Das spannende an THE LONG DARK ist nicht die Frage ob man stirbt, sondern wann. Ziel ist es nämlich, solange wie möglich in einer ungemütlichen und meist sehr kalten Region in einem fiktiven Kanada zu überleben.

Essen, Trinken, nicht frieren, überleben. Das ist die Hauptaufgabe.

Man sucht Feuerholz im Wald, dies geht natürlich am besten mit einer Axt, die man aber erst einmal finden muss. Warme Kleidung ist wichtig. Denn die getragene Kleidung verschleißt. Man muss sie ab und an reparieren. Auch das geht aber nur wenn man Stoff oder Lederreste hat. Dann fehlt dazu auch noch ein Nähset.

Das so genannte „Crafting“, also Herstellen von Dingen ist sehr wichtig. Selbst eine Konservendose kann man zwar zerdrücken und gewaltsam öffnen, aber da verliert man mit großer Sicherheit 30% des kostbaren Inhalts. Ein Messer oder der glückliche Fund eines Dosenöffners erleichtert das alles sehr.

Draußen sollte man sich möglichst nur am Tag aufhalten. Man muss aber raus und die Gegend erkunden. Mann muss Material finden.

Der Wind pfeift kalt durch die Schluchten! Hinter einem Hügel ist man zwar etwas geschützt, aber man spürt selbst vor dem Monitor, dass das da bitterkalt ist. Und man mit einer Jeans und einem lächerlichen Pullover bekleidet, garantiert den Löffel abgibt.

Ein Pudelmütze, Fäustlinge, einen warmen Parka, dickere Schuhe wären fein. Die gibt es auch. Irgendwo da draußen in dieser verdammten Kälte! Der Schneesturm macht das Vorankommen und Orientieren unmöglich.

Wenn dann noch die Wölfe heulen, sollte man sich mehrmals umschauen und nach Möglichkeit in Sicherheit bringen. Es sei denn man hat eines der seltenen Gewehre gefunden und natürlich entsprechende Munition.

Später kann man Jagen, Fischen, Kaninchenfallen aufstellen. Aber alles nicht ohne vorher entsprechende Fallen und Angelhaken hergestellt zu haben.

THE LONG DARK — „A Good Day to Die“ ist eines der wenigen faszinierenden Spiele, die in letzter Zeit meinen Rechner besuchten und bleiben dürfen.

Man darf einfach keine Fehler machen. Und ein Save-Game als solches gibt es auch nicht. Man speichert, wenn man eine Hütte betritt oder wenn man schläft. Aber selbst im Schlaf hat mich schon Väterchen Frost in die lange Dunkelheit gezogen, weil ich vorher einfach zu wenig getrunken und gegessen hatte.

Das Spiel ist immer noch Early Access und via Steam zu haben. Aber es ist jetzt schon großartig und wird immer weiter entwickelt und verbessert.

Ein klarer Kauftipp von mir. Weil es einfach spannend ist, vollkommen alleine in einer winterlichen und gnadenlosen Wildnis zu überleben.