Kulinarik-Reise: (Niedersachsen) – Braunschweig I

Ich bekenne, Braunschweig sagte mir bis Anfang September 2015 nicht wirklich viel. Ganz dunkel erinnere ich mich an eine Nacht auf dem Hauptbahnhof in den Achtzigern, als ich von Bayern kommend dort die halbe Nacht verbrachte. (Ich fuhr mit einem Freund mit, der in Braunschweig wohnte). Er setzte mich irgendwann Abends am Bahnhof ab und ich wartete auf einen Zug nach Berlin.

Damals war das alles noch etwas komplizierter und unbequemer. Alte, verqualmte und stinkende Züge der Reichsbahn, lästige DDR-Grenzkontrollen. Es waren keine angenehmen Reisen mit dem Zug, wenn man in Berlin wohnte. Aber man tat es!

Braunschweig & Steigenberger Parkhotel

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Heute ist Braunschweig ein Katzensprung von Berlin entfernt. Der Hauptbahnhof hat nach wie vor den Charme der Sechziger Jahre. Immerhin habe ich endlich mal die Gelegenheit bekommen, Braunschweig bei Tag zu betrachten und mir meine bis dato etwas krude und verschwommene Vorstellung von einer grauen Betonstadt, mit einem Löwendenkmal auf dem Marktplatz, mal ordentlich zurechtzurücken.

braunschweig-hauptbahnhof-vorplatz

Das es toll anfing, äußerte sich bereits in der Unterbringung. Wenn schon denn schon! Das Steigenberger Parkhotel … Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Dazu sei gesagt, dass mir diese Reise durch die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH ermöglicht wurde. Aber es hat selbstverständlich keinerlei Einfluss auf meine Meinung oder das was ich hier schreibe.

Die Erlebnisse der Reise sind meine eigenen. Ich war alleine unterwegs, ohne Vorgaben und Kontrollen, sowie Textabnahmen etc.

BURGTURM ist mein Blog, hier steht mein Text, und es läuft nach meinen Regeln! Wer mich kennt, weiß das auch! Es ergibt auch wenig Sinn für alle beteiligten Seiten hier als bezahlter und heuchelnder Lobschreiber zu agieren. Was schön ist wird genannt, was weniger schön ist ebenso!

Und gleich vorweg. Selbst im Steigenberger Parkhotel, von dem ich dachte, es wäre schon sehr gut, hat mir der Raum nicht zu 100% gefallen!

steigenberger-zimmer-braunschweig

Ich war etwas enttäuscht. Das Bad war so „normal“, an der Abflussrinne bröckelte die Verfugung weg. Und die laut Zimmerbeschreibung angebotene „kostenfreie Flasche Mineralwasser“, habe ich nicht gefunden. Das Zimmer war nett, das günstige im Steigenberger Parkhotel („Komfort-Zimmer“ 28 m² mit Blick in den Park), aber mit einem für mich unangenehmen Geruch behaftet.

Es roch alt und muffig, fast wie ein altes Rauchezimmer. Mag sein, dass seitdem ich Nichtraucher bin (10 Jahre sind das nun auch schon), da militanter im Empfinden bin. Ich bin allerdings nun auch wirklich nicht der „etepetete“-Typ, der gleich immer herumnörgelt, wenn das Bild schief hängt oder ein kleiner Wasserfleck auf dem Waschbecken ist.

Klar, hatte ich kurzfristig überlegt, runter zur Rezeption zu gehen und mich zu echauffieren. Aber erstens ist das Zimmer bezahlt und zwar nicht von mir, zweitens bleibe ich nur eine Nacht und ich bin mir auch zu 100% sicher, dass man mir sofort ein anderes Zimmer gegeben hätte.

Nur hatte ich auch keine Lust einen Elefanten aus einer Mücke zu machen. Vielleicht liest das hier jemand von Steigenberger? Sei es nur als freundlicher Hinweis.

Da mein Programm sowieso recht voll war, machte es mir nichts aus. Bin sowieso nur zum Umziehen und Schlafen dort. Also die Sache selbst in die Hand genommen. Fenster bis zum Abend zum Lüften auf, mit nettem Blick zum Park.

Das Personal war sehr nett, die Bar ist gut und das Frühstücksbuffet reichhaltig.

steigenberger-bar

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Braunschweig ist größer als ich dachte. Ich hatte zwar ein Fahrrad gestellt bekommen, aber ich dachte mir auch, dass ich mal was für meine Fitness und mein Gewicht tun kann. Zumal ich den ganzen Tag sowieso vor dem Computer sitze und mich fälschlicherweise sehr wenig bewege.

Also den Rucksack geschultert und ohne Plan und Ortskenntnis zu Fuß auf zur Kaffee-Fabrik zum Workshop. Dazu dann später mehr.

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Ich befand mich eine Woche lang auf einer Kulinark-Reise durch 6 Städte in Niedersachsen. An dieser Stelle auch meinen herzlichen Dank an Sara und Linda von der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH für die Einladung. Wer mich und meinen Blog kennt, weiß, dass meine Meinung davon – wie immer – nicht beeinflusst wird.