Fallout 4: Willkommen in der Ödnis und viel Glück beim Überleben!

Nicht viele Computerspiele beeindrucken mich und fesseln mich manches Mal nächtelang an den PC oder die PlayStation.

Seitdem ich mit Defender of the Crown, welches ich mir nach einer Robin of Sherwood Convention 1988 in London kaufte, an einem PC mit Bernsteinmonitor meine Computerspielkarriere begann, waren es vielleicht 5-10 Spiele, die mich seitdem so beeindruckt haben, dass ich sie mit auf die berühmte einsame Insel mitnehmen würde.

Fallout 4 gehört dazu.

Fallout 4 ist ein Computer-Rollenspiel des US-amerikanischen Spieleentwicklers Bethesda Game Studios in der postapokalyptischen Spielwelt der gleichnamigen Fallout-Spielereihe. Es ist nach Fallout 3 und Fallout: New Vegas das fünfte Spiel der Hauptserie. Schauplatz ist das durch einen Atomkrieg lebensfeindlich gewordene Stadtgebiet und Umland von Boston, das der Spielercharakter nach seinem Aufwachen in einem Atomschutzbunker auf der Suche nach seinem Sohn erstmals erkundet.

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Es ist eine Art Hassliebe, bei der aber die Liebe deutlich überwiegt. Man spiel und denkt sich „Wow!“ Während man an anderen Ecken wieder flucht. Ich will jetzt nicht auf mögliche Grafikfehler oder Logikfehler eingehen (denn die wurden und werden meist mittels Update behoben).

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Fallout 4 ist wirklich beeindruckend. Und ich bin dankbar, dass mir Bethesda die Möglichkeit gab, mit dem kostenlosen Rezensionsexemplar diese Welt und das Spiel zu erkunden. Besten Dank an dieser Stelle nochmal.

Es ist die Stimmung und die Story, die mich gepackt hat. Ohne nun hier zu viel zu spoilern. Es geht um Familie, um Überleben und um Entscheidungen die man als Mensch trifft, der nach dem Atomschlag einige „viele“ Jahre im Atomschutzbunker, dem sogenannten Vault auf die Erdoberfläche zurückkehrt.

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Grafisch ist die Welt vielleicht nicht die hübscheste, was nach einem Atomschlag auch zu erwarten sein dürfte. Aber passend. Es gibt eben kaum Grün, alles ist trist und kaputt.

Die Stimmung, die Ideen und die Details sind meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Die Roboter sehen klasse aus, die Autos, Gerätschaften und die Dekos sind grandios. Eine Mischung aus 50er Jahre und SF. Ich mag so was!

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Es gibt sehr viel zu entdecken und dringend benötigte Dinge wie zum Beispiel diverse Rohstoffe sind selten.

Die Radioaktivität ist natürlich noch vorhanden. An manchen Orten sehr stark und ab und an gibt es radioaktiven Niederschlag. Das Wettersystem ist auch sehr fein umgesetzt.

Es gibt viele Detail und Feinheiten, sowie die eine oder andere Überraschung. Selbst zu Weihnachten (Datum im Spiel), wird versucht etwas Menschlichkeit zurückzubringen.

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In Fallout 4 muss man nicht alleine sein. Man findet Verbündete, baut Siedlungen wieder auf. Das geschieht mit einem eigenen Baumenü. Aus gesammelten Rohstoffen, Schrott und abgestorbenen Bäumen, kann man sich eine Art Festung aufbauen oder auch nur Unterschlüpfe.

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Hier ist meiner Meinung nach auch ein Vorteil bei Fallout4 zu sehen. Man kann es sich so zusammenbauen wie man möchte. Im Netz kursieren beachtliche Bauwerke.

Anfangs ist das Bauen etwas fummelig in der Steuerung, aber mit etwas Übung kommt man gut zurecht. Und wenn es nicht gefällt, reißt man es einfach wieder ab und gewinnt somit wieder Rohstoffe für den nächsten Bau.

Auch nicht ganz unwichtig ist die Powerrüstung. Hier gibt es verschiedene Modelle und Rüstklassen. Aber selbst mit Rüstung ist man noch verletzlich. Die Rüstung nimmt Schaden und muss repariert werden.

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Vieles was man findet ist auch nützlich für den eigenen Schutz in Form von Ausrüstung, Kleidung und Rüstungen. Die Rüstung kann man wieder in der Werkstatt verbessern.

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Mit fortschreitenden Erfahrungspunkten und dem damit verbundenen Levelaufstieg, kann man – vorausgesetzt es sind die entsprechenden Rohstoffe vorhanden – auch bessere Sachen bauen. Das Verbessern der Waffen ist natürlich möglich.

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Ich selbst habe nun schon viele viele Stunden im Fallout4 Universum verbracht. Dabei wurde lange noch nicht alles erkundet und noch lange nicht alle Aufgaben erledigt.

Fallout 4 braucht Zeit, die habe ich nicht immer. Auch wenn ich schon mal ein, zwei Wochenenden die Nächte durchgespielt habe.

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Das bedeutet, Es hat mich gepackt. Man möchte wissen, wie es weitergeht, man verzweifelt an einer bestimmtem Stelle oder ist einfach noch nicht erfahren und stark genug um ein feindliches Territorium zu erobern. Denn selbstverständlich gibt es auch eine Menge Action.

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Fallout 4 ist für mich neben The Witcher 3: Wild Hunt ganz klar ein Spiel des Jahres 2015.

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Es macht von Beginn an Spaß. Auch weil die Story gelungen ist und man den eigenen Charakter sehr vorbildlich und gut gemacht gestalten kann.

Allein für mein Ingame-Ego habe ich sicher 2 Stunden gebraucht und man hat auch nebenbei eine Menge Spaß, wenn man den Körper und das Gesicht bearbeitet.

Codsworth, der alte Multifunktions-Haushalts-Roboter ist mir ans Herz gewachsen. Die Sprachausgabe und Synchronisation ist gut gelungen. Ich freue mich auf jeden Fall auf eine Fortsetzung oder Erweiterung in Form von DLC (Download Content).

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Ich finde, Fallout 4 gehört in jede gute Spielsammlung. Es ist ein Meilenstein in Sachen Computerspiel und reiht sich ganz klar in die Reihe Witcher 3, GTA5 ein. Und somit auch auf die Liste der Spiele die man auf besagte einsame Insel mitnehmen würde.

Achja, fast hätte ich es vergessen: Der Soundtrack, die Radiosender und die Animationen in den Filmen sind super!

Bis dahin erkunde ich noch weiter die Gegend und harre der Dinge die da kommen werden.

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