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Der Schreibtisch

Der Schreibtisch

Der Schreibtisch ist in der Regel ein Tisch zum Schreiben, meist mit Schubfächern zur Aufbewahrung von Schreibmaterialien und Akten. Das Wort Schreibtisch setzt sich aus dem Stamm „schreib“ des Verbs schreiben und dem Substantiv Tisch zusammen.

Ein Schreibtisch ist ein Möbelstück für Schreib- und Büroarbeiten mit Schubladen und Fächern für die Aufbewahrung von Schreibutensilien, Papier oder Akten.

Der Schreibtisch ist aber wesentlich mehr. Er ist nicht nur Werkzeug, sondern ein Ort der Ideen und der Kreativität. Aber auch der dunklen Seiten des Lebens.

Ein Schreibtisch hat viel gesehen und verbirgt so manches Geheimnis. Er hat Liebe, Intrigen, Kriege und Erfindungen gesehen. Er hat eine lange Geschichte. Sein Vorläufer war der Sekretär.

Bei einer weiten Auslegung des Begriffs oder einer funktionalen Betrachtung kann der Sekretär oder Schreibschrank im privaten und das Schreibpult (Stehpult) des Kontorbüros als Vorläufer des Schreibtisches gelten. Eine Variante war das tragbare Pultbureau und der Sekretär oder Schreibschrank. Zu den ältesten Beispielen gehören die Pultschreibtische mit einer Kommode als Unterbau und gelegentlich mit einem flachen Aufsatz ausgestattet. Zum Ende des 17. Jahrhunderts kam das Bureau plat auf, ein verhältnismäßig langer, eleganter Tisch mit drei flachen Schubladen direkt unter der Tischplatte. Ergänzt wurde dieser Schreibtisch durch einen danebenstehenden schmalen Schrank, dem Cartonniere. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erschien das Zylinderbureau, dessen Fächer und Schübe sich hinter einem im Halb- oder Viertelkreis geführten Rollladen befanden. Das Zylinderbüro war nach 1760 eines der wichtigsten Möbel der Pariser Tischlerkunst. Gleichzeitig gab es aber auch schon die heutige Form, also den dreiteiligen Unterbau mit flachem Schubladenteil in der Mitte und den weiter nach unten reichenden seitlichen Fächern oder Schüben.

Der moderne Schreibtisch

Der Schreibtisch in seiner heutigen Form geht auf die Dienstleistungsgesellschaft zurück, die ein funktionales Möbel als Arbeitsplatz definierte. Frühe Exemplare etwa das Stahlrohrmodell von Marcel Breuer für Thonet in den 1920er Jahren weisen bereits den einseitigen Schubladenblock auf, entsprechen jedoch nicht den großen Maßen, die durch Geräte der Bürokommunikation benötigt wurden. Aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für im Berufsalltag genutzte Schreibtische zahlreiche Anforderungen hinsichtlich Größe, Verstellbarkeit in der Höhe, Art der Oberfläche definiert (so z. B. in der Bildschirmarbeitsverordnung aus dem Jahr 1996). In Japan legen zum Beispiel manche Angestellte Wert darauf, am Ende eines Arbeitstages einen leeren Schreibtisch zu hinterlassen.

Zitate: Wikipedia

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