Cockney’s Gin: Einmal Gin, würzig, pfeffrig und zitrusfrisch, bitte!

Der Cockney’s Gin ist eine nette neue Überraschung in meinem persönlichen Gin Fundus. Statt der bekannten Nuancen aus Wacholder & Co. erwartet einem hier dominierende Frische.

Diese resultiert aus den Botanicals Yuzu (eine Zitrusfrucht), Grapefruit und Bitterorangen.

Neben den insgesamt 18 Botanicals, zu denen auch Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Kreuzkümmel, Guineapfeffer gehören, machen – meiner Meinung nach – die Zitrusfrüchte den entscheidenden Unterschied zu anderen Gins aus.

Somit ist dieser Gin interessant, weil anders. Cockney’s Gin schmeckt dadurch also auch pur sehr gut und vielleicht mit etwas Soda abgerundet ein tolles Getränk.

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Auch gerne mit Tonic und etwas Garnitur. Ich persönlich bevorzuge hier an heißen Tagen GOLDBERG Bio-Zitrone und Gurke (ideal und lecker die aus eigener Zucht) und etwas, aber nicht zu viel Eis.

Die grüne Flasche ist auch ein Hingucker und vom Design gefällt sie mir wirklich gut. Der Name täuscht. Wider erwarten kommt dieser feine Tropfen nämlich aus Belgien.

Zu verdanken haben wir das Rezept für den Cockney’s Gin einem Londoner Ginhändler, der 1838 in Gent in der Lange Violettestraat No.32 eine Brennerei gründete. Den Londoner Wurzeln dieses Gründungsvaters, der auch das besondere Rezept entwickelte, verdankt der Cockney’s Gin seinen Namen: Ein „Cockney“ ist jemand, der in London in einem Umkreis um die Kirche St. Mary-le-Bow geboren wurde, in dem man ihre Glocken hören kann. Als die Liebe zu London den Gin-Brenner ade sagen ließ zum Cockney’s Gin und ihn zurück nach England rief, übernahm Jules De Brabandere die Destillerie, bis ihm irgendwann der Boxsport wichtiger wurde. Die Familie Hoste bestimmte dann für drei Generationen das Geschick der Brennerei.

Dieser würzig, pfeffrige und zitrusdominante Gin sollte in keiner guten Gin Sammlung fehlen. Von mir gibt es – bis auf weiteres – einen Stammplatz unter meinen persönlichen Top 10 Gins.

Luc Waterschoot, zuvor Angestellter in der Brennerei, übernahm ihre Geschicke 1989 und an einem denkwürdigen Abend im Jahr 2013 läutete ein Treffen mit Jan Maarten Willems, Tom Heeremans und Roel Corthals das Revival des ursprünglichen Cockney’s Gin ein: Sie beschlossen, den Premium Gin nach dem Originialrezept neu auf den Markt zu bringen. Ein rundes Jahr Entwicklungsarbeit trug Früchte, denn bereits 2015 wurde dem Cockney’s Gin bei der San Francisco World Spirits Competition eine Silbermedaille verliehen.

Wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich das Interview auf Ginobility. Dort ist Cockney’s Gin auch im gut sortierten Online Shop zu bekommen.

Besten Dank an dieser Stelle auch an Cockney’s Gin für die kostenlosen Rezensionsexemplare, die mir zur Verfügung gestellt wurden.

Zitate: Ginobility