Celle: Stadtspaziergang mit Charme, Flair, Fachwerk & Kulinarik

Celle ist wirklich eine kleine Perle in Sachen Stadt. Mit Fachwerk wird hier nicht gegeizt.

In der Altstadt und im Kern der Stadt ist ein Haus schöner als das andere und viele kleine Details an Fassaden, Dächern und Friesen laden dazu ein, das jeweilige Haus genauer und länger zu betrachten.

Celle gilt als südliches Tor zur Lüneburger Heide und ist eine Stadt mit einer pittoresken Altstadt mit über 400 Fachwerkhäusern und einem Schloss im Stil der Renaissance und des Barocks.

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Aber auch so, macht Celle Lust auf mehr. Ich hatte das große Vergnügen im September 2015 einen Tag in Celle zu verbringen. Es hat sich gelohnt! Soviel gleich vorweg.

Auf der Sucher nach meiner Gästeführerin, stolperte ich am Rathaus über den Satz, der klar mich betraf: „Nee, der ist kein Blogger!“

Ich stellte mich vor: „Hallo, guten Tag, ich suche Frau Anke Maecker, die Gästeführerin. Ach ja, ich bin der Blogger!“ Das war schon mal ein sehr herzliches und amüsantes Hallo. Man erwartete offenbar einen klassischen, klischeebehafteten Nerd oder Hipster als Blogger.

Dank meiner charmanten und taffen Begleiterin Anke, machte der Tag echt Spaß. Sie ist Cellenserin mit dem Herz auf der Zunge und man merkt ihr die Leidenschaft und Liebe zu ihrer Stadt einfach an.

Sie führte mich durch Celle, brachte mir allerhand wissenswertes näher. Mit ihr war der Tag in Celle perfekt. Es war einfach toll! Denn es gibt ja auch Gästeführer/innen, die einfach nur Fakten und Daten runterrattern.

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Mit Anke gab es viele interessante Anekdoten und auch viel witziges und ihre persönliche Meinungen und Ansichten. Ich hatte viel Spaß mit Anke.

Es war ein großer Rundgang durch Celle mit Läden, Häusern, Schloss, Essen und Trinken. Es waren tolle Gespräche – auch abseits der Stadt über Gott und die Welt. Danke sehr!

Feinkost Huth, das sind die mit dem bekannten Kaffee, war schon ein kleines Erlebnis. Es ist ein Laden im alten „Tante-Emma-Stil“, ohne das jetzt despektierlich zu meinen.

Ich liebe solche Läden mit Tradition, die fast alles haben und in denen man noch gute Dinge entdecken kann. Auch sehr toll war der Blick hinter die Kulissen. Ein kurzer Einblick in die Kaffeerösterei inklusive informativem Gespräch mit dem Röstmeister.

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Auf dem Dachstuhl atmete man Geschichte. Hier war es, als ob die Zeit stehengeblieben war. An den Wänden handgeschriebene Übungsschriften der Angestellten aus längst vergangenen Zeiten. Diese Momente, die etwas an Zeit festhalten, mag ich!

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Es waren auch so wirklich viele schöne Momente dabei, die mich heute immer wieder gern an Celle und die Menschen dort denken lassen. Wie zum Beispiel der morgendliche Kennenlern-Treff mit Anke in der Konditorei „Kies“. Ganz stilecht ohne Kuchen, sondern mit Wurst- und Käsebrötchen :-).

Das Schloss beeindruckte ebenso wie die Stadtkirche St. Marien samt imposanten Altar und Orgel.

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Später am Nachmittag stromerte ich noch alleine durch Celle, machte viele Fotos und durfte alleine die Fürstengruft in der Stadtkirche St. Marien besichtigen.

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Sehr beeindruckend und irgendwie auch beklemmend. Nicht wegen der Enge, ja ich musste mich doch schon klein machen, mit gut 1,90 cm wäre ich damals wohl ein Riese gewesen. Auch wenn man die kleinen Särge der Kinder sieht und daneben die wuchtigen verzierten Metallsärge von Adeligen und Fürsten, sowie ein Kasten aus Zink, in dem lediglich das Herz von Herzog Georg Wilhelm aufbewahrt sein soll, bleibt man ruhig und bekommt die Vergänglichkeit hautnah mit.

Celle ist Fachwerk, Fachwerk, Fachwerk. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Fachwerk mag?

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Auf jeden Fall ist Celle ganz klar eine Reise wert! Ich habe mich sogar ein klein wenig in diese Stadt verliebt, sodass ich sicher noch mal zurückkehren werde. Denn es gibt sicher noch einiges zu sehen und zu entdecken, was ich an einem Tag gar nicht schaffen konnte.

Kulinarisch habe ich mich am Abend beim „Postmeister von Hinüber“ verwöhnen lassen. Mittags aßen Anke und ich im „Martas“ gemeinsam. Was auch sehr gut war.

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Meine Eindrücke waren durchweg positiv. Okay, dass sich am späten Nachmittag zum Trinken am Rathaus ausgerechnet vor dem Eingang der Tourist-Information getroffen wird, finde ich etwas suboptimal. Zum Abend hin wurde es dort auch merklich lauter. Schade. Aber das ist hier in Berlin an vielen Orten auch nicht anders.

Untergebracht war ich übrigens im kleinen aber feinen Hotel Borchers. Sehr nettes Team und sehr angenehm. Vielleicht nächstes Mal wieder oder der Celler Hof bzw. Ringhotel. Mal sehen?

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Auf jeden Fall, danke Celle, danke Anke. Und ja, ich komme gerne wieder!

Ich befand mich eine Woche lang auf einer Kulinark-Reise durch 6 Städte in Niedersachsen. An dieser Stelle auch meinen herzlichen Dank an Sara und Linda von der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH für die Einladung. Wer mich und meinen Blog kennt, weiß, dass meine Meinung davon – wie immer – nicht beeinflusst wird.