50 Jahre Kassette

50 Jahre ist das schon wieder her!

Das kleine Plastikding mit Magnetband hat meine Jugend geprägt und die Zeit danach lange auch. Ich habe immer noch mehrere Hundert Kassetten wild in alten Fotokoffern aus Aluminium gestapelt. Ich werde sie vermutlich nie wieder hören, denn meine Musikwelt ist schon lange digital und besteht zu 90% aus MP3, kommt aus dem iPhone oder vom PC. Selbst die vielen CDs verstauben im Regal. Und die ganzen LPs? Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Compact Cassette (CC) oder MusiCassette (MC, deutsch meist nur Kassette) ist ein Tonband, das zur einfacheren Handhabung in ein Kunststoffgehäuse eingeschlossen ist. Es handelt sich um einen elektromagnetischen Daten- oder Tonträger für analoge Aufzeichnung bzw. Wiedergabe. Das Abspielen und Aufnehmen von Kassetten erfolgt mit einem Kassettenrekorder. Sie wurde 1963 vom niederländischen Unternehmen Philips eingeführt und erfreute sich jahrzehntelang großer Beliebtheit. In der Zeit von den frühen 1970er Jahren bis in die späten 1990er Jahre war die Compact Cassette eines der meistgenutzten Audio-Medien neben der Schallplatte und später der Compact Disc. Heute hat sie in Industrieländern nur noch geringe Bedeutung. In Schwellen- und Entwicklungsländern ist die Cassette allerdings wegen ihrer Robustheit und einfachen Technik immer noch sehr weit verbreitet.

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Ich weiß bei vielen Kassetten nicht mehr, was drauf ist, weil sie nicht beschriftet sind oder zig mal überspielt wurden. Meine kiloschweren HiFi „Brocken“ stehen immer noch in einer Ecke im Büro und warten auf Strom. Ja, sie funktionieren noch.

hifi-by-mac-josetty

Und eines der wichtigsten Utensilien nutze ich ich heute immer noch. Ich spule nicht mehr damit zurück, sondern nutze es für den Zweck zu dem es ursprünglich gedacht wurde. Ich schreibe und zeichne damit. der Bleistift! Glaubt man kaum, kann man aber zum Beispiel auf meiner Seite Stift & Papier nachsehen.

Happy Birthday zum 50. Kassette!

Es war toll mit dir gemeinsam, mehrere Dekaden zu durchlaufen, Musik zu hören, Mixtapes zu erstellen, Tonbriefe zu verfassen, DJ auf Parties zu sein und Tonexperimente ala Kraftwerk und Jean Michel Jarre zu fabrizieren.

Ich habe dich gehasst, wenn du Bandsalat ausgewürgt hast und dich geliebt, wenn ich ganz besondere Musikstücke in den 1980ern aus AFN „Americas Top 40“ aufgenommen hatte. Ich habe dich gehätschelt und verhätschelt, wenn ich ein Riss im Band mit Tesafilm geklebt habe. Es waren lange Nächte, die ich mit dir verbracht hatte und es waren viele schöne Stunden die wir gemeinsam erlebten.

Machs gut!

* Quelle: Wikipedia